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Showing Without Telling: Ein alternativer Ansatz zum Transkulturellen System der Kunst?
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Neu: Sich anders an Dinge erinnern, Ein Gespräch zwischen Titus Kaphar und Daniel Kurjaković.
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Quadrilogie - nächste Station Hongkong
01.09.2009 – 01.02.2010
Conflicting Tales findet auch an zwei Orten im Außenraum statt: Zwei neu für Berlin geschaffene und von der Burger Collection produzierte Arbeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe:
Vittorio Santoro
Monologism as Poetry (2009)
Die Neon-Installation von Vittorio Santoro (*1962) besteht aus 13 Textreihen, die jeweils von der Epipher »AS POETRY« abgeschlossen werden. Darin kommen so unterschiedliche Phänomene wie Macht, Anästhesie oder Ignoranz zur Sprache, die durch den Zusatz »AS POETRY« als scheinbar rein ästhetische Phänomene behauptet werden: »IRRATIONAL ISOLATION / AS POETRY; WIEDER, UND IMMER NOCH / AS POETRY; HYPOCRISY / AS POETRY…«. Durch die Langsamkeit des Rhythmus’ fügt sich Monologism as Poetry trotz der Dimension von rund acht mal zwölf Metern unspektakulär ins urbane Umfeld ein. Vittorio Santoro hat bereits 2005 eine Arbeit anlässlich des ARTFORUM Berlin an der Fassade des Messegebäudes realisiert. Eine ständige Installation ist an der Fassade des CAPC Musée d’art contemporain in Bordeaux installiert.
Vittorio Santoro
Monologism as Poetry (2009)
Installation
Glasbuchstaben, Neon, Transformatoren, programmierter Lichtzyklus, elektronische Steuergeräte, Dimension ca. 8×13 m
Installation an der Zimmerstraße 88-89
Foto: Bernd Borchardt

Fiete Stolte
Night between 7th and 8th Day / 27th Week / 2009 (2009)
Fiete Stoltes (*1979) Arbeit ist eine in den Boden vor dem Gebäudeeingang eingelassene Bronze mit den Maßen einer Schlafstätte. Die Vertiefungen sind Spuren des Körpers des Künstlers, der in der Nacht zwischen dem 7. und 8. Tag der 27. Woche von 2009 auf einer Medizinal-Schaumstoffmatte die Nacht verbrachte. Die auf der Oberfläche der Matte hinterlassenen Abdrücke wurden in Bronze gegossen. Der achte Tag, wie er im Titel genannt ist, geht auf eine grundlegende Idee zurück, wonach der Künstler die kalendarische Ordnung leicht verrückte: Die gewöhnliche Woche mit sieben Tagen zu je 24 Stunden hat Stolte zu acht Tagen mit je 21 Stunden reorganisiert – eine neue Ordnung, die die Zeit des Künstlers bestimmt. Sie tastet die Einheit der Woche nicht an, sondern führt durch eine neue Arithmetik in der Wochenstruktur zu Verschiebungen im Tagesablauf sowie letztlich auch in Bezug auf das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Fiete Stolte war 2009 an den Art Statements der Art Basel vertreten. Er erhielt den Mart Stam Förderpreis 2007.
Fiete Stolte
Night between 7th and 8th Day / 27th Week / 2009, (2009)
Bronze, 200×90 x 4 cm
Installation, eingelassen in Asphaltboden
Installation an der Zimmerstraße 90-91
Foto: Bernd Borchardt
