-
Showing Without Telling: Ein alternativer Ansatz zum Transkulturellen System der Kunst?
-
Neu: Sich anders an Dinge erinnern, Ein Gespräch zwischen Titus Kaphar und Daniel Kurjaković.
-
Quadrilogie - nächste Station Hongkong
Schauplätze von Konflikt und Widerstreit, Szenarien von Unversöhnlichkeit und Zwiespalt sind Motive der Eröffnungsausstellung der Burger Collection. Unter solchen Vorzeichen setzt sich Conflicting Tales: Subjektivität (Quadrilogie, Teil 1) mit Subjektivität auseinander. Es geht nicht um Innenschau, sondern um eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft. Gesetzt ist Bewusstsein als Problematik: Wie geht das Individuum mit gesellschaftlichen Vorstellungen, Regeln und Vorbildern um? Wie kommt das Individuum zur Haltung, die es den Anderen gegenüber letztlich einnimmt? Wann und weshalb geht das Individuum im gesellschaftlichen Körper auf und wann stellt es sich dem gesellschaftlichen Außen entgegen?
Ausgewählte Werke von rund 35 zeitgenössischen KünstlerInnen erzeugen eine Umgebung, in der diese Fragen exemplarisch aufgeworfen werden. Einem solchen Projekt liegt die Annahme zugrunde, dass ästhetische Erfahrung gerade auch dort bedeutsam wird, wo moralische, politische oder historische Kräfte nur schwierig nachweisbar Subjektivität formen und prägen.
Die Beziehung zwischen der Ausstellung Conflicting Tales: Subjektivität (Quadrilogie, Teil 1) und dem ästhetischen Diskurs der Subjektivität ist nicht illustrativ, Subjektivität nicht das »Thema«, sondern vielmehr ein Leit- und Orientierungsbegriff. Die Werke aus den Beständen der Burger Collection sind gesetzt als jene Gegenstände oder vielmehr Widerstände, auf deren Folie sich die Vorstellungen über Subjektivität je spezifisch ausarbeiten lassen.
Daniel Kurjaković, Kurator / künstlerische Leitung